Tod einer kleinen Katze

Gestern Abend sind wir noch Seite an Seite eingeschlafen. Dein angestrengtes Atmen ließ mich nicht zur Ruhe kommen. Dein leises Schnurren dann doch.
Heute morgen warst Du vor mir wach, Deine funkelnden Augen im Morgengrauen ein sicheres Lebenszeichen. Dein Lieblingsfutter hast Du kaum angerührt, jede Bewegung schien unendlich viel Kraft zu kosten. Auf dem Sofa Kuscheln und Schnurren – das geht immer…
Nun hat Dich Deine Lebenskraft endgültig verlassen und Du liegst tot vor mir. Die Augen geöffnet mit leerem Blick. Die Zunge hängt aus dem Maul. Und ich schaue auf Deine Flanke und warte, dass der Atem sie hebt und senkt. Meine Augen sehen, was ich sehen will. Aber sie täuschen sich. Und mich. Alles bleibt ruhig. Und kalt.
Du warst die perfekte Katze, meine perfekte Begleiterin, ein Teil von mir für 15 1/2 Jahre. Danke.

(* 06/1992 -) 22.09.2001 - 07.02.2017
(* 06/1992 -) 22.09.2001 – 07.02.2017

Jahresende im Stand-by-Modus

OstseeSchon seit Jahrzehnten feiere ich kein Weihnachten mehr. Der ideale 24.12. sieht bei mir so aus, dass ich ausschlafe, auf den Mainzer Wochenmarkt einkaufen gehe, danach gemütlich frühstücke und den Rest des Nachmittags lesend im Sessel versinke. Eine Hand krault die auf der Heizung liegende Katze, um das beruhigende Schnurren am Laufen zu halten, die andere Hand erreicht mühelos die Teetasse. Und langsam wird es draußen immer stiller. Die Geschäfte haben inzwischen geschlossen, der sonst nicht enden wollende Verkehrsstrom versiegt für einen kurzen Augenblick am frühen Nachmittag. Eine einsame Krähe ruft, ein auf dem Rhein gleichmäßig tuckerndes Binnenschiff scheint menschenleer, kleine Wellen glucksen am Ufer, eine Ente quakt. Es ist die Stunde der sonst unhörbaren Geräusche. Selbst das Wetter scheint inne zu halten. Es trägt grau, nicht zu kalt, nicht zu warm. Und dann sind schon wieder die ersten Autos zu hören, die ersten Partygänger durchbrechen lachend die Stille. Weiterlesen

BarCamp RheinMain (2)

BarCamp PlakatAm 19./20.11. war wieder BarCamp RheinMain, organisiert vom Verein Netzkultur Rhein-Main, diesmal auf dem MedienCampus der HS RheinMain.

Unter dem Titel „Meine Gene und Ich“ habe ich an beiden Tagen jeweils eine Session angeboten – am Samstag mit dem Schwerpunkt auf neuen Sequenziertechniken (Next Generation Sequencing, NGS) und ihren Anwendungsgebieten, am Sonntag mit dem Schwerpunkt Genotypisierung und Direct-to-Consumer Genetic Testing. Die gesammelten Folien gibt es als PDF hier und die Sketchnotes zu Teil 1 von @Photostroller hier und hier.

Beide Sessions sind schnell vom reinen Vortrag in spannende Diskussionen übergegangen und auch hinterher kamen noch viele Fragen und Anmerkungen – so soll es sein 🙂

Warum mache ich das?

  • Weil es mir Spaß macht.
  • Weil ich selber diese Themen wahnsinnig spannend finde.
  • Weil die Biotechnologie gerade einen Miniaturisierungsschub durchmacht, der neue Technologien zu „Garagentechnologien“ für jeden machen kann bzw. wird.
  • Weil ich sachlich über Chancen und Risiken informieren und diskutieren möchte.
  • Weil ich Ängste nehmen möchte. Gerade beim Thema Gentechnik hat die Diskussion in Deutschland die sachliche Ebene längst verlassen. Aber eine Technologie ist erstmal weder gut noch böse – es ist immer die Frage was wir daraus machen. Aber dazu müssen wir auch verstehen, worum es überhaupt geht.
  • Weil ich durch solche Diskussionen auch selber dazulerne und neue Impulse bekomme.
  • Weil ich Werbung für die Bioinformatik machen will.

Kreativ visualisieren (2)

Und am Ende sieht es so aus, als hätte ich am Anfang einen Plan gehabt…
Zuerst der hochschuldidaktische Kurs Kreativ visualisieren, dann die OpenOLAT Rallye am VCRP und jetzt auch noch Sketchnotes – wie passt das zusammen? Ziemlich gut, wenn man die analoge und die digitale Welt zusammen bringt.
Mein erster Versuch war die Kombination der (analogen) Flipchartvisualisierungen mit der (digitalen) E-Learningumgebung:

Das sieht zwar schon sehr ansprechend aus, ist aber sehr aufwändig. Weiterlesen

Sketchnotes

Sketchnotes dienen in erster Linie dazu, Notizen, Mitschriften usw. visuell (und häufig auch simultan) aufzuarbeiten, um Zusammenhänge herzustellen oder Inhalte zu veranschaulichen. Sie können sowohl analog (auf Papier) als auch digital (meist auf einem Tablet) erstellt werden.
Da ich in erster Linie an einem digitalen Einsatz interessiert bin, habe ich mich als erstes nach geeigneten Apps für mein iPad umgeschaut. Da ich schon vor einiger Zeit mit der Bamboo Paper-App experimentiert hatte, habe ich mir außerdem den Bamboo Stylus fineline von Wacom angeschafft. Startpunkt für meine Suche nach einer geeigneten App war die sehr detaillierte Liste von Poa.
Nachfolgend einige kurze Eindrücke aktuell im App-Store verfügbarer Apps. Meine Kommentare beziehen sich dabei nur auf die (weitestgehend) kostenlosen Versionen, die eventuell verfügbaren Vollversionen habe ich nicht getestet. Weiterlesen